Ein Sieb mit Löchern...

Wikipedia schreibt: Der Siebdruck, früher auch als „Serigrafie“ bezeichnet, ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe mit einem wischerähnlichen Werkzeug, der Gummirakel, durch ein feinmaschiges textiles Gewebe hindurch auf das zu bedruckende Material gedruckt wird (Durchdruckverfahren). An denjenigen Stellen des Gewebes, wo dem Bildmotiv entsprechend keine Farbe gedruckt werden soll, sind die Maschenöffnungen des Gewebes durch eine Schablone farbundurchlässig gemacht worden.

So einfach, so komplex.

Hand-Druck für kleinere Auflagen.

Das Sieb ist also ein textilähnliches Gewebe. Ein bischen so wie eine engmaschige Gardine. Um damit drucken zu können, wird dieses Gewebe zunächst fest in einen Rahmen gespannt. Dann wird alles mit einer lichtempfindlichen Masse bestrichen - das Sieb wird also "verstopft".

Jetzt wird das so vorbereitete Sieb belichtet - ein wenig so wie früher der Film in einem Fotoapparat. Dazu wird auf das Sieb eine vorbereitete Schablone mit dem Motiv gelegt. Dann wird alles mit einem starken Licht bestrahlt. Da, wo das Licht durch die Schablone auf das Gewebe gelangt, wird die aufgestrichene Schicht zerstört. Beim anschließenden Waschvorgang wird die zerbröseltes Masse entfernt. Hier ist also das Gewebe zu sehen, während die intakte Schicht undurchlässig bleibt.

Jetzt kann mit diesem Sieb gedruckt werden: Das Rahmen wird auf das zu bedruckende Objekt gelegt, und mit einem Gummirakel wird von der Rückseite Farbe durch das Sieb gedrückt. Da, wo das Gewebe »offen« ist, gelangt die Farbe auf das Objekt - voilá, der Siebdruck ist fertig!

Für das perfekte Ergebnis

Bedruckung von Edelstahlblenden für »Miele«-Geschirrspülautomaten.

Damit nichts verrutscht und jeder Druck gleich ist, wird das Rahmen mit einem Klappscharnier am Drucktisch befestigt. Für die Druckobjekte wird eine passende Aufnahme gebaut, so dass es immer gleich anliegt.

Klar, dass dies noch nicht alle »Geheimnisse« für ein perfektes Druckergebnis sind und dass es auch noch allerlei Spezialmaschinen für hohe Auflagen und Spezialverfahren gibt - doch um dies alles zu erlernen, gibt es ja die dreijährige Ausbildung zum Siebdruckergesellen.